schwarzundblau
@schwarzundblau
Hey, lass mir doch einen Tell da!

Geteilte Tells:

Hallo Padercaster,

Jetzt gibt es auch mal negatives feedback. Ich bin ein wenig enttäuscht über eure Informationen zur möglichen Ausgliederung.
Es geht im Moment nur um eine Satzungsänderung die eine mögliche Ausgliederung ermöglichen würde.
Es steht in der Einladung „ Seien sie sich sicher, das Sie die finale Entscheidung in einer ordentlichen oder ausserordentlichen MV fällen werden“.
Es geht also darum die Weichen zu stellen und nicht bereits um die Ausgliederung. Der SCP macht also nichts was auch der die Magdeburger, die Ihr ja als positives Beispiel hervorhebt, gemacht haben.
Ich finde ihr schürt hier Ängste bei den Mitgliedern die unbegründet sind. Es entscheiden die Mitglieder und nicht der Vorstand über eine Ausgliederung.
Also lasst uns alle auf die MV gehen und abwarten was dort berichtet, verkündet oder möglicherweise geändert wird.
Danke für dein Feedback! Mir ist durchaus bewusst, dass die Podcasts zu dem Thema ein wenig einschüchternd sein können, allerdings möchte ich noch einmal zwei Hauptunterschiede zum Musterbeispiel Magdeburg nennen.

1.) Dort wurde im Vorfeld deutlich intensiver diskutiert (auch über die Satzungsänderung ohne konkrete Ausgliederungspläne).

2.) In der Satzung der Magdeburger ist verankert, dass man einen Anteilsverkauf mit einer 3/4-Mehrheit der MV absegnen muss (das fehlt bei unserem Satzungsänderungsvorschlag).

Recht hast du allerdings damit, dass am Ende die Mitglieder entscheiden, ob ausgegliedert wird oder nicht, allerdings kommt das in meinen Augen auch in PC109 im Interview mit Dr. Andreas Hüttl etwas deutlicher herüber. Ich wäre übrigens auch etwas entspannter, wenn in der Einladung stehen würde, warum ich mir sicher sein kann (z.B. weil es gesetzlich vorgeschrieben ist oder weil wir unsere Mitglieder auf jeden Fall an Board haben wollen).

Ich hoffe, du bleibst uns trotzdem gewogen. :)

Viele Grüße
Stephan

P.S. Deinen Aufruf zur MV zu gehen, kann ich nur unterstreichen!
Liebes Padercastteam,
vielen Dank für die Informationen und Eindrücke zur Ausgliederung. Macht weiter so! Ich war ziemlich überrascht, dass der Verein in der harmlosen Einladung zur Mitgliederversammlung einen solchen Hammer versteckte. Wie ihr super erklärt habt, gibt es gute Gründe für eine Ausgliederung, aber eben auch genug Gründe dagegen. Ich bin gespannt, ob die Vereinsführung mich noch überzeugen kann (bislang gibt es mir da eindeutig zu wenig Infos). In meinem Freundeskreis sind wir da alle übrigens ähnlicher Meinung. Das wird interessant auf der MV. Das Ganze ist wirklich noch nicht entschieden.
Danke für dein Lob! Unser Hauptziel war es tatsächlich erstmal nur zum Denken anzuregen und das scheint auch zu gelingen und freut uns sehr. Ich bin ebenfalls sehr gespannt auf die MV!

Viele Grüße
Stephan
Klingt hart, aber ohne ausreichende Information (VOR der MV) kann man nur mit einem klaren "Nein!" abstimmen. Alles andere wäre fahrlässig.

Information bedeutet im Wesentlichen:
- Gründe (konkrete Zahlen, warum das jetzige Modell schlecht ist und das neue Modell diese Probleme behebt)
- Vorteile für den Verein
- Vorteile für dich (das abstimmende Mitglied)
- Nachteile (und welche Vorkehrungen getroffen werden, um selbige zu minimieren, z.B. durch neue Vereinssatzung etc.)

Es ist die Pflicht desjenigen, der die Satzungsänderung anstrebt, diese grundsätzlichen Informationen nach bestem Wissen bereitzustellen. Wenn sich der Verein intensiv mit der Frage beschäftigt hat, SIND ihm diese Informationen bekannt und er könnte sie bereitstellen. Andernfalls kann die Absicht noch so rosig sein, meine Antwort lautet kategorisch "Nein!".
Danke für deine Meinung (die ich teile).

Viele Grüße
Stephan
Hallo Padercastteam,
hier ein paar Anmerkungen zum Thema Augliederung aus Magdeburg. Diesen Artikel werdet ihr vermutlich schon gesehen haben: http://www.rp-online.de/sport/fussball/sportrechtsexperte-warum-fussballvereine-ihre-profiabteilung-ausgliedern-sollten-aid-1.7284429

Aber zum Thema Ausgliederung in Magdeburg zur Erweiterung von Alex sehr guten Kommentaren:
Geschichte Ausgliederung:
- 2006 neues Stadion gebaut
- 2008 Neuorganisation des Stadions: Stadion SGG wird gegründet, Magdeburg bekommt alle Einnahmen, hat aber größere Gefahr bei Insolvenz. Einnahmen aus SGG werden an Verein ausgezahlt
- 2008-2015 SGG macht Verlust, wird im letzten Jahr 4. Liga saniert
- 2015-2016 Verein und SGG machen Gewinn. Auszahlung an Verein, der Gehälter zahlt, müssen bald versteuert werden.
Lokale Zeitung berichtet über Ausgliederungsplan (Verein hatte noch keine Möglichkeit selber zu informieren). Gerüchte entstehen und Vizepräsident gibt Interview und nennt Ausgliederung für Zukunft als "Alternativlos" und erklärt wir fragen die Fans, könnten es wenn wir wollten auch ohne Fans machen. Fans stellen sich gegen Verein und das Wort "Alternativlos". Es war im Endeffekt nicht ein Pistole auf die Bust setzen, sondern eher eine schlechte Planung. In Kreisen der Ultras wußte man schon anfang der Saison 2015 von der Ausgliederung und bereiteten ihre Reihen darauf vor. Durch den Leak in der Zeitung und der unglücklichen Aussagen des Vizepräsidenten nahmen dem Verein die Deutungshoheit. Verein stellt daraufhin auf der MV die Ausgliederung nicht zur Debatte (klare Niederlage wäre Ergebnis gewesen), sondern zusammen mit Fanvertretern, Ultras und anderen Vereinsmitgliedern wurde eine Satzungskommision gegründet. Im Gedächnis der Fans blieb es ein Versuch der Ausgliederung, möchte man das gute im Verein sehen, dann war eventuell genau dieses Vorgehen vorgesehen. Endgültig lässt sich das nicht feststellen. Die MV verlief relativ ruhig aus diesem Grund. Ausgliederung wurde dann für eine AOMV in einem Jahr angekündigt. Diese Kommision stellte bei 2 Infoveranstaltungen die Möglichkeiten dar. Die Ultras erklärten kurz vor der AOMV gegen die Ausgliederung zu sein. Die Teilnahme an der Ausgliederungskommision war nur um im Notfallschlimmeres zu verhindern.
Es gab 3 Ideen:
Ultras: Variane A: SGG irgendwie zurück in den Verein holen (problematisch, Lösung wird von Ultras nicht angeboten.)
Variante B: Bei AOMV Vertagung erwirken, um Plan A zu prüfen und gleichzeitig bei neuer AOMV vermutlich weniger Anwesende zu haben.

Verein: Ausgliederung. SSG bekommt Mannschaft, wird umbenannt von Stadionbetreiber in Vereinsnamen. Alle Anteilsverkäufe (also ab 1 Prozent) benötigen laut Satzung 75 Prozent Zustimmung, Gesellschafter mit Anteilen können in Aufsichtsrat berufen werden (2 freie Sitze). (Verein nimmt Rekordgewinne als Grund für Ausgliederung auf (die versteuert werden müssten, 200000 würden verloren gehen) und gewinnt dadurch garantiert auch einige Stimmen)

2017: 2 Infoveranstaltungen Verein, eine Infoveranstaltung Ultras, 2 Podcast und Zeitungsartikel mit Positionen bereiten Fans auf AOMV vor. Zur AOMV gab es einen Informationsbrief mit Kommentaren von der Satzungsgruppe zu jedem Punkt der Satzungsänderung. Ultras bringen Gegendarstellung in Ultramagazin. Verein sendet neuen Text der auf Ultragegendarstellung eingeht.

Nach der Ausgliederung gab es Unstimmigkeit und Umstrukturierungen unter den Ultras, der Erfolg verhinderte aber größere Probleme. Die Ausgliederung verlief relativ ruhig, schaut man genauer drauf haben beide Parteien Punkte für den eigenen Vorteil dargestellt (Ultras mit hohen Propagandaanteil im inoffizielen Stadionmagazin (Andere Vereine ohne Ausgliederung, 2 Tage vor Ausgliederung Artikel mit Gegendarstellung zu Satzungskommisionsargumenten, welche schon seit Wochen bekannt waren) und der Verein überspitzte die Notwendigkeit der Rechtssicherheit und nutzt die hohen Gewinne als Argument, welche wohl in der Liga nicht wiederholbar sind).

Das Hauptaugenmerk bei einer Ausgliederung sollte in meinen Augen bei zwei Punkten liegen:
A) Eine freiwillige Ausgliederung mit Fans im Rücken kann den Verein für Investoren sogar unbeliebter machen. Eine Ausgliederung unter Druck (Investor winkt mit Geld, Erfurt mit Insolvenz) dagegen gibt nie gute Bedingungen.
B) Es wird vermutlich in der Zukunft unumgänglich sein (siehe Artikel oben).

Viel Erfolg und ein erfolgreiches Jahr 2018 mit einem gemeinsamen Aufstieg am Ende der Saison.
Vielen Dank für die ausführliche Darstellung!
Hallo zusammen,
Ich finde, man sollte sich nicht unbedingt von unserem Präsidium vorquatschen lassen, dass es ohne Ausgliederung langfristig unmöglich sei Profifußball in Paderborn zu etablieren! Es gibt X Beispiele, in denen das Ende des eingetragenen Vereins nicht unbedingt rosigere Zeiten ermöglichen konnte! Genannt seien hier z.B. 1860, der HSV oder auch Hannover 96..
Noch viel wichtiger jedoch ist: Wer jetzt bei der Abstimmung für eine Ausgliederung stimmt, schränkt freiwillig sein Stimmrecht als Mitglied ein. Klar bleibt der e.V. Gesellschafter der KG, das Haupstimmrecht würde jedoch in der Hand von Aktionären und der GmbH liegen.
Mir ist klar, dass wir ohne Finke noch immer Oberliga spielen würden, dennoch könnte auch er seine „Macht“ noch weiter ausbauen, was ab einem gewissen Grad extrem vereinsschädigend sein kann! Wichtige Entscheidungen sollten nach wie vor nach dem Mehrheitsprinzip und nicht von wenigen Einzelpersonen gefällt werden. Daher bitte ich alle, die bei der Abstimmung teilnehmen werden, sich vorher gut zu informieren und zu hinterfragen, ob eine Ausgliederung wirklich der richtige Weg ist!
Immerhin würde mit dem e.V. auch eine großer Identitätsverlust von statten gehen. Und ganz nebenbei gesagt: Irgendwie sieht unser Wappen ohne das Kürzel hinter dem 07 auch sch**** aus... ;)
Gerade das Informieren ist ein wichtiger Punkt, vielleicht sogar der Hauptpunkt. Das und auch einige anderer deiner Punkte haben wir im 108. PaderCast besprochen. Vielen Dank für deinen Tell (das e.V. fehlt mir auch ^^)!

blau-schwarze Grüße
Stephan
Da ich eben die Einladung zur Mitgliederversammlung bekommen habe, könnt ihr bitte über die Satzungsänderungen und mögliche Ausgliederung sprechen?
Wird es auf jeden Fall geben!
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